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	<title>Selbstannahme &#8211; Lebenslicht</title>
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	<description>Begleitung in Zeiten des Wandels</description>
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	<title>Selbstannahme &#8211; Lebenslicht</title>
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		<title>Das Innere Kind</title>
		<link>https://lebenslicht.woida.eu/das-innere-kind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marcus Woida]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2025 22:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstannahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Innere Kind ist ein Teil in uns, der all die Erinnerungen, Gefühle und Erfahrungen unserer Kindheit in sich trägt. Es ist jener sensible, lebendige und manchmal verletzte Anteil, der immer noch in uns wirkt – egal, wie erwachsen wir heute sind.
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									<p>Ich sitze in Heidelberg mit meinen Kollegen in einem Besprechungsraum. Auf dem Tisch stehen Kekse und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee liegt in der Luft. Der Beamer wirft eine Excel-Tabelle an die Leinwand und wir stimmen uns lachend und scherzend auf den Termin ein.</p><p>Es geht um die Neuorganisation unserer Abteilung. Wir diskutieren den Stand der Dinge und jeder spricht über seine Ideen. Egal, ob sie gut oder auf den ersten Blick nicht gut ist – jede Idee wird besprochen. Jede – bis auf meine. Ich bringe sie ein zweites und ein drittes Mal vor. Niemand reagiert darauf.</p><p>Ich werde wütend, laut und aggressiv. &#8222;Hör mir doch zu!&#8220; schreie ich meine Kollegin an. Aber sie ignoriert mich. Schließlich beschließe ich trotzig nichts mehr zu sagen. Beleidigt verschränke ich die Arme vor der Brust und gehe in Abwehrhaltung.</p><p>Ich wollte einfach nur gehört werden. Ein &#8222;Ja, Marcus, ich habe Dich gehört.&#8220; oder &#8222;Ich schreibe es auf.&#8220; hätte mir vollkommen genügt.</p><p>Damals, während dieses Termins, wusste ich nicht, was da passiert ist. Heute weiß ich: Die Aggression entstand nicht, weil der erwachsene Marcus nicht gehört wurde, sondern weil mein Inneres Kind, der kleine Marcus von damals, nicht gehört wurde.</p><p>Du siehst wahrscheinlich schon, das war ein Trigger. Darüber habe ich in den Folgen <a href="https://lebenslicht.woida.eu/trigger/">8</a> und <a href="https://lebenslicht.woida.eu/trigger-2/">9</a> schon gesprochen. Heute möchte über das <em>Innere Kind</em> sprechen.</p><p>Das <em>Innere Kind</em> ist ein Teil in uns, der all die Erinnerungen, Gefühle und Erfahrungen unserer Kindheit in sich trägt. Es ist jener sensible, lebendige und manchmal verletzte Anteil, der immer noch in uns wirkt – egal, wie erwachsen wir heute sind.</p><p>Wenn wir wütend werden, uns zurückziehen oder verzweifelt nach Anerkennung suchen, dann ist es oft nicht der erwachsene Mensch, der reagiert, sondern das Kind in uns, das einst nicht gesehen oder nicht gehalten wurde.</p><p>Die Psychologin Stefanie Stahl hat dafür die Begriffe Schattenkind und Sonnenkind geprägt.</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das Schattenkind trägt unsere Ängste, unsere Wunden und all die Momente, in denen wir uns klein, abgelehnt oder unwichtig gefühlt haben.</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das Sonnenkind hingegen verkörpert unsere Freude, unsere Lebenslust, das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen.</p><p>Beide Anteile sind da. Beide gehören zu uns. Und unser inneres Gleichgewicht – ja, unser Glück – hängt davon ab, wie sehr wir fähig sind, beide Kinder in uns zu verstehen und zu umarmen.</p><p>Es geht nicht darum, das Schattenkind loszuwerden oder zu bekämpfen. Es möchte gehört werden – so wie ich damals als Kind oder als Erwachsener in der Besprechung gehört werden wollte. Es möchte, dass wir innehalten und sagen: „Ich sehe dich. Ich nehme deine Gefühle ernst. Ich bin jetzt für dich da.“ Erst wenn wir diesem Anteil Raum geben, kann er sich beruhigen.</p><p>Und dann öffnet sich der Weg zum Sonnenkind – zu dem Teil in uns, der lachen kann, der voller Neugier in die Welt blickt, der das Leben leicht nimmt. Das Sonnenkind zeigt uns, dass wir geliebt sind und dass wir – unabhängig von Leistung oder Anerkennung – wertvoll sind.</p><p>Wenn wir lernen, beide Kinder in uns anzunehmen, geschieht etwas Wunderbares: Wir spüren innere Ruhe. Wir können uns selbst halten. Und wir reagieren weniger automatisch aus alten Mustern heraus, sondern bewusster, liebevoller – uns selbst und anderen gegenüber.</p><p>Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie beginne ich damit?</p><p>Es beginnt mit Achtsamkeit. Mit einem stillen Moment, in dem du deine Gefühle wahrnimmst. Wenn du dich verletzt, nicht gesehen oder klein fühlst – halte inne.</p><p>Frage dich:</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Welches Kind in mir meldet sich gerade?</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wann habe ich diese Situation früher schon einmal erlebt?</p><p>Dann schenke ihm deine Zuwendung. Sag ihm „Ich sehe dich. Ich nehme deine Gefühle ernst. Ich bin jetzt für dich da.“ und nimm es an die Hand oder in dein Herz.</p><p>Das innere Kind ist kein Feind, es ist ein Schlüssel. Ein Schlüssel zu deinem Herzen.</p><p>Wenn du das Gefühl hast, dein Inneres Kind ruft nach dir und du wünschst dir Begleitung auf diesem Weg, dann bin ich für dich da. Gemeinsam können wir deine inneren Anteile besser verstehen und versöhnen.</p><p>Ich bin selbst diesen Weg gegangen und weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Innere Kind laut wird.</p><p>Ich überhäufe dich nicht mit Konzepten, sondern begleite dich mit Herz, Tiefe und Achtsamkeit.</p><p>Denn meine Arbeit führt dich nicht nur ins Denken, sondern in ein Spüren – in Verbindung mit dir selbst.</p><p>Wenn du spürst, dass jetzt der Moment ist, dann lade ich dich ein: Lass uns gemeinsam hinschauen. Dein inneres Kind wartet darauf, von dir gesehen zu werden.</p>								</div>
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		<title>Scham</title>
		<link>https://lebenslicht.woida.eu/scham/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marcus Woida]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 22:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Scham]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstannahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Scham ist eine Emotion, die oft verborgen bleibt. Sie zeigt sich selten laut, vielmehr schleicht sie sich leise in unser Inneres – in Gedanken wie: „Bin ich gut genug?“, „Darf ich das?“, oder „Was denken die anderen über mich?“]]></description>
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									<p>Ich sitze im Cafeteria-Bereich meines Autohändlers und warte, bis der Reifenwechsel fertig ist.</p><p>Ich habe es mir mit einem Kaffee gemütlich gemacht und beobachte die Umgebung. Um mich herum ist geschäftiges Treiben – Kunden kommen und gehen, Mitarbeiter wuseln im Verkaufsraum wie fleißige Ameisen und in der Werkstatt sieht man das gleiche Bild. – Die Cafeteria ist eine Insel der Ruhe inmitten dieses bunten Treibens.</p><p>Ich beschließe, mir einen zweiten Kaffee zu holen und mache mich auf den Weg zur Kaffeemaschine. Dort ist bereits ein Rollstuhlfahrer, der sichtlich Probleme hat, sich einen Kaffee zu ziehen. Ich frage ihn, ob ich ihm helfen darf. Er hat mein Angebot gerne angenommen.</p><p>Der Kaffee ist in der Tasse und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass er die Tasse mit dem Kaffee nicht ohne erhebliche Probleme an den Tisch bekommen hätte. Um nicht zu sagen: gar nicht. Also frage ich ihn, ob ich ihm den Kaffee an den Tisch bringen darf. Er reagiert verblüfft, fast erschrocken: „Ich hätte nie gewagt, Sie das zu fragen.“</p><p>Ich antworte ihm, dass ich mich auch habe überwinden müssen, um ihm dieses Angebot zu unterbreiten. Ich hatte Sorge, dass ich ihn damit mit seiner Behinderung konfrontiere.</p><p>„Einfach fragen.“, sagte er, „Es gibt Rollstuhlfahrer, die nehmen Hilfe an, und es gibt welche, die wollen keine Hilfe.“</p><p>Damit trennten sich unsere Wege. Aber wir waren beide glücklich.</p><p>Was hat das mit Scham zu tun?</p><p>Scham ist eine Emotion, die oft verborgen bleibt. Sie zeigt sich selten laut, vielmehr schleicht sie sich leise in unser Inneres – in Gedanken wie: „Bin ich gut genug?“, „Darf ich das?“, oder „Was denken die anderen über mich?“</p><p>In meiner Begegnung mit dem Mann im Rollstuhl war die Scham auf beiden Seiten spürbar. Er schämte sich für die Bitte um Hilfe, ich schämte mich fast, sie überhaupt anzubieten. Zwei Menschen – beide gefangen in einer Unsichtbarkeit. Nicht, weil Hilfe oder Schwäche etwas Falsches wäre, sondern weil wir gelernt haben, dass wir stark, selbstständig, unabhängig sein „müssen“.</p><p>Scham zeigt uns unsere verletzlichsten Punkte. Sie berührt das Gefühl, nicht richtig, nicht würdig oder nicht willkommen zu sein. Und gleichzeitig ist Scham ein Tor. Ein Tor zu unserer Menschlichkeit. Denn dort, wo wir uns schämen, dort spüren wir auch, wie sehr wir uns nach Annahme sehnen – nach der Annahme durch andere, aber vor allem nach der Annahme durch uns selbst.</p><p>Scham will nicht, dass wir uns verstecken. Scham möchte uns erinnern, dass wir längst angenommen sind – vom Leben, vom Licht, von der Liebe selbst. Sie wird leichter, wenn wir ihr ins Auge blicken, wenn wir uns trauen, sie sanft ans Licht zu holen und sie nicht länger in den Schatten verbannen.</p><p>Und dann geschieht etwas Wunderbares: Aus der Scham kann Mitgefühl wachsen. Aus der Enge der Selbstverurteilung entsteht ein Raum, in dem wir uns selbst und anderen mit mehr Weichheit begegnen.</p><p>Vielleicht erkennst du dich in dieser Geschichte wieder. Vielleicht kennst du diese Stimme, die dir zuflüstert: „Ich darf das nicht. Ich sollte besser nichts sagen. Ich könnte mich blamieren.“ Genau dort beginnt der Weg: Nicht indem du die Scham verdrängst, sondern indem du ihr liebevoll zuhörst – und dich daran erinnerst, dass du mehr bist als dieses Gefühl.</p><p>Wenn du spürst, dass dich die Scham noch oft gefangen hält, dann lade ich dich ein, dich von mir begleiten zu lassen.</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem du deine Scham nicht länger als Last tragen musst, sondern als Tor zu deiner inneren Stärke erkennst.</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ich helfe dir, die Muster zu durchbrechen, die dich klein halten – behutsam, klar und in Verbindung mit deiner Seele.</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Und ich erinnere dich daran, dass du längst genug bist</p>								</div>
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		<title>Selbstannahme</title>
		<link>https://lebenslicht.woida.eu/selbstannahme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marcus Woida]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2025 23:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Authentisch sein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslicht]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensweg]]></category>
		<category><![CDATA[Mut zur Echtheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neuer Anfang]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstannahme]]></category>
		<category><![CDATA[Zurück zu mir]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir tauchen in die Frage ein, wie es möglich wird, sich selbst wirklich anzunehmen – mit Licht und Schatten, mit allem, was in uns ist.

Wir sprechen über alte Prägungen, hinderliche Glaubenssätze und die tiefe Sehnsucht, endlich einfach nur sein zu dürfen – ohne Maske, ohne Kampf, ohne Druck.]]></description>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ich darf sein, wie ich bin – Der Weg in die Selbstannahme</h3>				</div>
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									<p data-start="222" data-end="538">In diesen <em data-start="254" data-end="274">Gedanken der Woche</em> habe ich mit Beate Kuhlmay gesprochen – einer Wegbegleiterin mit einem feinen Gespür für das, was zwischen den Worten liegt.</p><p data-start="222" data-end="538">Gemeinsam tauchen wir in die Frage ein, wie es möglich wird, sich selbst wirklich anzunehmen – mit Licht und Schatten, mit allem, was in uns ist.</p><p data-start="540" data-end="839">Wir sprechen über alte Prägungen, hinderliche Glaubenssätze und die tiefe Sehnsucht, endlich einfach nur <em data-start="645" data-end="651">sein</em> zu dürfen – ohne Maske, ohne Kampf, ohne Druck.</p><p data-start="540" data-end="839">Es ist ein Gespräch über Heilung, über das Erinnern an unser wahres Wesen und über die Kraft der liebevollen Hinwendung zu sich selbst.</p><p data-start="540" data-end="839">Am <a href="#Impuls">Ende des Posts</a> gibt es noch einen spirituellen Impuls zum Mitnehmen und ein paar Affirmationen für die tägliche Erinnerung.</p><p data-start="540" data-end="839">Den Podcast gibt es auf <a href="https://open.spotify.com/show/16P7S1TbQdzbNokmSZxbDE" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a></p><p><strong>Marcus<br /></strong>Heute sprechen wir über ein Thema, das uns bewegt. Den Weg in die Selbstannahme. Es geht um diesen Satz: „Ich darf sein, wie ich bin.“</p><p>Wenn ich sage, wir sprechen darüber, dann heißt das, ich habe mir einen Gast eingeladen. Das ist die liebe Beate. Hallo Beate.</p><p><strong>Beate<br /></strong>Hallo Marcus, danke, dass ich da sein darf.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Möchtest du dich vorstellen?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Du hast ja schon gesagt, mein Name ist Beate – Beate Kuhlmay. Ich habe auch einen spirituellen Namen, der Sunima heißt. Ich begleite Menschen, die bereit sind, sich ihrer inneren Wahrheit zu stellen.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Das hört sich sehr interessant an. Wie schon gesagt, es geht um den Satz „Ich darf sein, wie ich bin.“</p><p>Was macht das mit dir, wenn du den hörst?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Das ist ein sehr spannender Satz. „Ich darf sein, wie ich bin“. Dieser Satz hat mein Leben verändert, weil ich früher immer dachte, ich muss so sein wie andere wünschen, wie ich bin. Und in der Tat, ich habe mein ganzes Leben eigentlich so gelebt, dass ich nicht sein durfte, wie ich bin und realisiere jetzt erst so seit ein, zwei Jahren, dass ich ja ganz anders bin, wenn ich wirklich Ich bin und mich selbst annehme.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Und wann hast du zum ersten Mal gespürt, dass es dir schwerfällt, dich ganz anzunehmen?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Das ist eigentlich jetzt ein Moment, der erst seit kurzem so in mir hochkommt. In dem mir jetzt inzwischen immer bewusster wird, dass ich sehr viel funktioniere. Dass ich sehr viel für andere tue. Dass ich mein ganzes Leben für andere ausgerichtet habe. Das war ein kleiner, trauriger Moment. Als ich dann erkannt habe: „Ja, wo bleibe ich denn eigentlich bei dem Ganzen?“</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Das kommt mir bekannt vor. Mir geht es ähnlich oder ging es ähnlich. Ich habe auch immer gespürt, so wie ich mich verhalte, das bin ich nicht, ich bin irgendwie anders, aber ich verhalte mich so, wie es die Leute von mir erwarten. Das kenne ich nur zu gut.</p><p>Es ist auch immer die große Frage: „Was hindert uns an der Selbstannahme?“ Oftmals sind es Erwartungshaltungen von außen – seien es die Eltern, die Gesellschaft, sei es Religion oder auch die innere Stimme, wie zum Beispiel: „Ich bin nicht genug.“ oder „Ich darf nicht so sein.“</p><p>Wie war das bei dir? Was soll für dich der stärkste innere Glaubenssatz, der dich blockiert hat?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Mein stärkster innerer Glaubenssatz, der sich jetzt endlich zeigen durfte, war: „Ich bin nur etwas wert, wenn ich leiste.“</p><p>Mit diesem Glaubenssatz habe ich mir sozusagen ein Leben erschaffen, in dem ich nur funktioniere und nur Liebe bekomme, wenn ich für andere da bin. Dieser Glaubenssatz hat mein System belastet. Es hat mich so sehr belastet, dass ich darüber krank wurde, ohne zu wissen, warum ich krank werde. Ich habe vor 14 Jahren die Diagnose. MS bekommen. Heute weiß ich, dass dieser Glaubenssatz auch ursächlich dafür ist. Denn: Der MS Patient glaubt in seinem Inneren, dass er nicht gut genug ist, dass er funktionieren muss.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Wie hast du das verändert? Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, zum Wendepunkt. Was hat dir dabei geholfen? Rituale, Gespräche, Natur?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Mein Anfangsweg war, zu hinterfragen: „Wie komme ich aus dieser Erkrankung, die schulmedizinisch nicht heilbar ist, wieder raus?“ Ich habe dann im ersten Schritt erst mal geschaut: Helfen mir naturheilkundliche Methoden, wie ergänzende Nahrungsmittel oder ayurvedische Therapien oder auch einfach Gedankenhygiene? Und ja, es hat alles dazu beigetragen, meine Situation zu verbessern.</p><p>Aber es war nicht nachhaltig. Ich war noch zu sehr mit meinem inneren System verknüpft. Eben auch mit diesem Glaubenssatz „Ich muss leisten.“ Da entstand dann immer dieser innere Druck. Der hat sich dann natürlich auf mein Nervensystem ausgewirkt. Dann war immer diese Unruhe in den Beinen und immer dieses „Ich müsste, ich sollte.“</p><p>Die Rituale, die ich dann erkannt habe, waren die radikale Einkehr zu mir. Das habe ich auch nicht alleine geschafft. Das habe ich nur geschafft mit einer Mentorin an einer Seite, die mir dann mal ganz klar gesagt hat: „Beate, Du darfst dich selbst annehmen, wie du bist. Du darfst Selbstliebe leben.“</p><p>Dann war natürlich, als ich das verstanden hatte, der nächste Schritt zu sagen“ „Ok, wenn ich mich selbst lieben soll, damit diese Krankheit wieder in den Ruhemodus kommt, dann mache ich jetzt erstmal sehr viele Sachen nur für mich.“</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Das heißt, du hast dich radikal um dich selbst gekümmert und hast gesagt: „Ihr anderen, für euch bin ich jetzt erstmal nicht mehr da.“ Also im Sinne deines Glaubenssatzes. Und hast gesagt, jetzt komm erstmal ich.</p><p><strong>Beate<br /></strong>Richtig, das habe ich so gemacht. Das hat sich sehr komisch erstmal angefühlt, weil ich war ja konditioniert Das tut man ja nicht. Man ist ja für die anderen da.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Und gab es einen Augenblick, in dem du das erste Mal wirklich gefühlt hast: „Ich bin genau richtig, so wie ich bin.“?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Also so einen wirklichen Augenblick gab es nicht. Es gibt immer wieder Erkenntnisse und neue Gefühle in mir, dass ich so richtig bin, wie ich bin. Aber es ist ein Weg, es ist ein Prozess also. Diesen Moment, so wie man sagt, den Schalter umlegen. habe ich nicht, weil dieses innere System auch diese alten Glaubenssätze, die klopfen ja immer mal wieder an und prüfen dann, wie weit bin ich denn? Glaubst du noch an dich oder fällst du wieder zurück? Die ziehen ja an einem wie so ein Gummiband.</p><p>Inzwischen ist es so, dass ich dieses Gummiband, diesen Zug sehr wohl spüre und dann weiß ich sofort, ah ja ok, jetzt testet mich mein System, also ich mich im Endeffekt selbst. Dann merke ich, ok, jetzt darf ich wieder anders denken.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Da drängt sich auch direkt die Frage auf: „Was fällt dir noch schwer und was gelingt dir leichter?“</p><p><strong>Beate<br /></strong>Was mir leichter fällt, ist der Umstand zu erkennen, wenn ich wieder diese Perspektive verändere. Wenn ich wieder aus meiner Selbstannahme herausfalle. Wenn ich wieder in dem Funktionieren bin oder in meinem unbewussten Ausdruck. Das merke ich inzwischen sehr genau.</p><p>Was mir schwerer fällt, ist der Umstand in diesem neuen Modus oder in meinem neuen Ich zu bleiben, also konstant. Aber ich finde, das ist kein Rückschritt, sondern das Leben ist dafür da, dass wir lebenslang lernen. Hauptsache ist, die Richtung stimmt. Ich bin sehr dankbar, dass ich inzwischen schon sehr genau erkenne, wann ich wieder auf diesen Pfad des Funktionierens komme und diese schöne Seite der Selbstannahme, der Selbstliebe verlasse.</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Wunderbar. Ich denke, so geht es vielen Menschen da draußen, die immer mal wieder ins Zweifeln geraten. Die erkannt haben: „Mensch, so geht&#8217;s!“ – aber dann doch, wie du auch, wie ich auch, wie wir alle, wieder zurückfallen.</p><p>Was würdest du diesen Menschen mit auf den Weg geben?</p><p><strong>Beate<br /></strong>Also auch in dem Fall gilt eben diese Selbstannahme. Egal wo du stehst, ob du am Anfang des Weges stehst, in der Mitte oder schon fortgeschritten bist. Es geht immer wieder um die Selbstannahme. In dem Fall auch um die Güte. Dass wir nicht an uns zweifeln. Dass wir uns nicht über uns ärgern, also Selbstkritik üben, denn wir sind ja auf dem Weg. Es ist ein Lernfeld. Es ist ganz wichtig für mich, auch für meine Erkenntnis, dass ich eben gütig mit mir bin – auch wenn es mal nicht funktioniert, auch wenn ich jetzt doch mal wieder in meine alten Muster verfalle. Das darf sein.</p><p>Die wichtigste Frage ist von allem: „Wie habe ich es geschafft, mich in dieser Situation, die vielleicht für mich jetzt aktuell nicht gerade so rund läuft, selbst zu lieben.?“</p><p><strong>Marcus<br /></strong>Wunderbar. Vielen Dank, Beate, dass du da warst.</p><p>Ich darf sein, wie ich bin – das ist kein Zustand, sondern es ist ein Weg voller Mitgefühl. Voller Mitgefühl vor allen Dingen für euch selbst.</p>								</div>
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									<p data-start="96" data-end="411">Die Selbstannahme beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, dich ändern zu wollen, um zu genügen und stattdessen beginnst, dich zu umarmen, wie du bist. Nicht trotz deiner Ecken und Kanten. Sondern mit ihnen.</p><p data-start="96" data-end="411">Denn genau darin liegt deine Wahrheit.<br />Und deine Kraft.</p><p data-start="413" data-end="547">Erinnere dich:<br data-start="427" data-end="430" />Du bist nicht hier, um jemand anderes zu sein.<br data-start="476" data-end="479" />Du bist hier, um dich selbst zu verkörpern. Voll und ganz. In Liebe.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Affirmationen für Selbstannahme &amp; inneren Frieden</h3>				</div>
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									<ol><li data-start="385" data-end="422">Ich bin gut, genau so, wie ich bin.</li><li data-start="426" data-end="459">Ich darf fühlen, was ich fühle.</li><li data-start="463" data-end="510">Mein Wert hängt nicht von meiner Leistung ab.</li><li data-start="514" data-end="572">Ich lasse alte Vorstellungen, die mich klein halten, los.</li><li data-start="576" data-end="642">Ich erlaube mir, menschlich zu sein – mit allem, was dazugehört.</li><li data-start="646" data-end="695">Ich bin in Ordnung, auch wenn ich Fehler mache.</li><li data-start="699" data-end="765">Ich höre auf, mich zu verurteilen. Ich beginne, mich zu umarmen.</li><li data-start="769" data-end="829">Ich darf Raum einnehmen – leise oder laut, so wie ich bin.</li><li data-start="833" data-end="874">In mir ist ein Licht, das nie erlischt.</li><li data-start="879" data-end="929">Ich bin willkommen – hier, jetzt, in diesem Leben.</li></ol>								</div>
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