Trigger
Manchmal reicht ein einziger Satz.
Ein Tonfall. Ein Blick. Ein falsches Wort – und in dir explodiert etwas.
Dann die Reaktion: Wut. Schmerz. Rückzug.
Du reagierst heftig. Viel heftiger, als es die Situation rechtfertigt.
Und vielleicht fragst du dich dann:
„Was war das gerade? Warum reagiere ich so?“
Das war ein Trigger.
Trigger sind wie kleine Handgranaten, die weit in der Vergangenheit gelegt wurden.
Oft in der Kindheit, oft unbemerkt.
Ein strenger Blick vom Vater. Ein abwertender Kommentar von der Mutter. Ein Moment, in dem du dich klein, falsch oder nicht gesehen gefühlt hast.
Und jedes Mal hat sich etwas in dir eingeprägt:
Ein Glaubenssatz. Ein Schutzmechanismus. Ein automatisiertes Muster.
Diese inneren Programme schlafen manchmal über Jahre.
Dann kommt ein Mensch, der unbewusst und ohne böse Absicht den Stift zieht. Die Handgranate zündet und in dir läuft ein alter Film ab. So, als wärst du wieder dieses Kind von damals.
Der Trigger ist nicht das Problem. Er ist ein Signal. Ein Hinweis auf eine Wunde, die gesehen, verstanden und gehalten werden will.
Wenn du also das nächste Mal heftig reagierst:
Bleib einen Moment stehen. Atme tief durch. Und frag dich:
- Was in mir fühlt sich gerade verletzt?
- Welcher Teil in mir braucht gerade Liebe?
Vielleicht magst du sogar dein inneres Kind einladen. Nimm es an die Hand und sag ihm:
„Ich sehe dich. Ich bin jetzt da. Du bist sicher.“
Trigger sind Wegweiser zur Heilung. Sie zeigen dir nicht nur, wo es wehtut – sondern auch, wo du dich selbst befreien darfst.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, lies dir gerne auch den Beitrag zu den Glaubenssätzen an. Denn Glaubenssätze sind eng verwoben mit dem, was dich heute triggert.
Und wenn du spürst, dass du auf diesem Weg Begleitung brauchst:
Du musst ihn nicht alleine gehen. Melde dich gerne bei mir.
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